Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Nazis keine Basis bieten!

Gegen die Stammtische der DLVH und NPD

Rechtsradikalismus, Rassismus und neonazistische Umtriebe sind keine originär ostdeutsche Spezialität. Der braune Sumpf ist überall, leider auch im Schwarzwald-Baar-Kreis.
So wird in Villingen-Schwenningen, Tuttlingen, Rottweil, St.Georgen, Donaueschingen, Oberndorf-Aistaig, Aldingen-Neuhaus und Schopfloch-Oberilflingen wiederholt zu sogenannten “ Patriotischen Stammtischen “ von der NPD und DLVH eingeladen, gerne auch in Glückwunschschreiben an erstaunte Bürger. Aber auch auf der Internetseite der neofaschistischen Kameradschaft “ Freie Kräfte Schwarzwald-Baar-Heuberg “ finden sich diese Termine.
Das Aktionsbündnis gegen Rechts-VS ( AgR-VS) hat alle Gasthäuser, in denen diese „Stammtische“ stattfinden sollen, angeschrieben und sie auf Ihre rechtsradikalen Gäste hingewiesen. Sie wurden aufgefordert zu handeln und ihre Räume nicht weiter für derartige „Stammtische“ zur Verfügung zu stellen. Rechtsextremistischen Gruppen und ihrem Umfeld muss der gesellschaftliche und finanzielle Boden entzogen werden. Wir alle sind gefordert zu handeln – überall dort, wo Rechtsextremisten versuchen, gesellschaftlichen Boden zu gewinnen.
Wir erachten die Bereitstellung von Treffpunkten und Räumlichkeiten als eine direkte Unterstützung der Rechten und haben die entsprechenden Gaststätten um eine schriftliche Stellungnahme gebeten.

Brief an Gasthäuser:

Sehr geehrte Damen und Herren, heute erhalten Sie einen Brief des ”Aktionsbündnis gegen Rechts Villingen-Schwenningen”(AgR-VS). Das Aktionsbündnis gegen Rechts VS leistet Aufklärungsarbeit über rechtsradikale und neonazistische Organisationen und die dortverbreitete menschenfeindliche, nationalistische und rassistische Ideologie.
In Ihr Lokal wurde wiederholt zu „Patriotischen Stammtischen” eingeladen. Zu diesen wird eingeladen von der rechtsradikalen NPD und DLVH und auch auf der Internetseite der neonazistischen “Freien Kräfte Schwarzwald-Baar-Heuberg” finden sich die Termine.
Falls Sie dieser Klientel wissentlich Raum zur Verfügung stellen sollten, ist dies nach unserem Verständnis eine Unterstützung der Rechten.
Vielleicht war Ihnen bisher nicht bewusst, welche Gefahren von dem rechten Gedankengut ausgehen. Wir können uns nicht vorstellen, dass Sie rechtsradikale Gruppen und Parteien in Ihrem Haus dulden wollen.

Deshalb unsere Aufforderung an Sie:
Machen Sie von Ihrem Hausrecht Gebrauch.
Distanzieren Sie sich! Verhängen Sie ein Hausverbot !

Gegen die Veranstaltung mit Sarrazin-Unterstützerin Necla Kelek!

Keine Basis für Rassismus – Gegen Necla Keleks und Thilo Sarrazins rassistische Hetze!

Necla Kelek kommt in der breiten Öffentlichkeit die Rolle einer vermeintlich qualifizierten und unvoreingenommenen Kritikerin des Islam zu, die auf jeden Fall frei von Rassismus sein muss, weil sie selbst sogenannter türkischer Abstammung ist und dazu als Sozialwissenschaftlerin formulierte Kritik vermeintlich wissenschaftlich fundiert und reflektiert.
Dies ist besonders gefährlich flankiert sie doch mit ihrem Ruf rechtspopulistische Hetzer wie Thilo Sarrazin, dessen Buch „Deutschland schafft sich ab“ sie 2010 mit ihm gemeinsam vorstellte. Auch öffentlich erklärt sie sich mit den unwissenschaftlichen und offen rassistischen Thesen Sarrazins einverstanden. Nebenbei bemerkt ist auch die Korrektheit Keleks wissenschaftlicher Arbeit in der Fachwelt sehr umstritten und eine gut vermarktbare familiäre Herkunft qualifiziert noch lange nicht zu einer differenzierten Meinung.
An ihrer Methode der Islamkritik ist vor allem die platte Verallgemeinerung abzulehnen. So spricht sie meist pauschal von „dem Islam“ oder – noch gefährlicher – „den Muslimen“, denen sie pauschal die gleichen Eigenschaften zuschreibt. Damit ignoriert, dass der Islam alles andere als eine homogene Religionsgemeinschaft und der sogenannte „muslimische Kulturkreis“ eine bloße Konstruktion ist.
Wir wollen nicht, dass rassistische und sozialrassistische Standpunkte in der Öffentlichkeit etabliert werden! Wenn Menschen wie Kelek und Sarrazin „die Diskussion um Integration und den Islam in Deutschland nachhaltig [prägen]“ (Bewerbung auf der Webseite der Stadt VS), dann gilt es dies zu skandalisieren und nicht diesen Menschen noch mehr Gehör zu verschaffen!
Sicher muss es eine Religionskritik geben, die auch den Islam miteinbezieht. Diese muss aber wissenschaftlich sein, verallgemeinernde und rassistische Thesen fördern nur die weitere Ausgrenzung von als Muslimen verstandenen Menschen, spielen antisozialer Verwertungslogik und nicht zuletzt auch faschistischer Demagogie in die Hände.
Rassismus keine Basis bieten!

Kein Platz für Naziaufmärsche

Am 22. Oktober jährt sich der Jahrestag der Deportation der badischen Juden nach Frankreich in das KZ Gurs. Aus 137 Orten in Baden wurden die Menschen verschleppt. Auf den Tag genau 71 Jahre danach erdreisten sich Neonazis aus Baden-Württemberg zu einer Demonstration nach Emmendingen aufzurufen, nachdem die Faschisten sich aufgrund des breiten Protestes von Gewerkschaften, bürgerlichen Bündnissen und antifaschistischen Gruppen nicht mehr nach Offenburg trauten.
Das Aktionsbündnis gegen Rechts Villingen-Schwenningen ruft auf, an den Protesten gegen den geplanten Neonaziaufmarsch teilzunehmen, die Provokationen der Faschisten nicht länger zu dulden. Sechzehn der über 600 verschleppten jüdischen Bürger Badens und der Pfalz lebten in Villingen, die Geschichte lehrt , dass es keinen Platz für antisemitische und rassistische Hetze geben darf.
Derzeit versuchen die Faschisten in Emmendingen am Samstag ab 12 Uhr ausgehend vom Bahnhof ihre rechtsradikalen Umtriebe zu organisieren, wir rufen dazu auf an diesem Tag auf vielfältige Weise in Emmendingen dagegen zu protestieren.

Treffen zur gemeinsamen Bahnfahrt ist um 8:40 Uhr am Villinger Bahnhof.

Neofaschsimus in Deutschland

Das Aktionsbündnis gegen Rechts – VS freut sich die Ausstellung des VVN-BdA ( Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V.

NEOFASCHISMUS IN DEUTSCHLAND

vom 27.9. – 1.10.2011 im Karl-Haag-Saal der Stadtbibliothek am Muslenplatz, Stadtbezik Schwenningen zeigen zu können.

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Bibliothek geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Di., Do., Fr. 12.00-18.00h
Mi. 10.00-18.00h
Sa. 9.00-13.00h

Am Dienstag, den 27.9.2011 um 19.00h wird es eine Einführung in die Ausstellung von Fr. Ilse Kestin, Sprecherin des VVN-BdA Baden-Württemberg, geben.

Zur Ausstellung:

In der Bundesrepublik werden Menschen beschimpft, bedroht, zu Tode getreten oder bei lebendigem Leibe verbrannt, weil sie als Fremde oder Andersdenkende gehasst werden – über 100 Todesopfer hat die neofaschistische Gewalt seit 1990 bereits gefordert. Geht hier die jahrelange Saat von Alt- und Neofaschisten auf? Können diese Ereignisse mit denen aus der NS-Zeit verglichen werden? Haben die Ausbreitung rassistischen Denkens und die daraus erwachsene Gewalt heute ganz andere Gründe als damals? Die Ausstellung will dazu beitragen, dass diese Bilder nicht auf Dauer zum deutschen Alltag gehören. Sie will über Ideologie und Praxis des Neofaschismus informieren. Sie will Ursachen für die Ausbreitung rassistischen, nationalistischen und militaristischen Denkens und Handelns benennen.

Neue Mailadresse

Achtung das Aktionsbündnis gegen Rechts hat eine neue Mailadresse: agr-villingen-schwenninmgen@gmx.de

Infostand in VS-Villingen

Anlässlich des 8.Mai, dem Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus durch die westlichen Alliierten und die Rote Armee, veranstaltete das „Aktionsbündnis gegen Rechts-VS“ am Samstag, den 7.5. einen Informationsstand in der Villinger Innenstadt.
An zwei Tischen wurde Informationsmaterial zum Thema Neofaschismus ausgestellt.
Außerdem gab es eine Stellwand mit Fotos der Demonstration gegen die NPD in Villingen und thematisch passende Presseartikel.
An die Passanten wurden Flugblätter verteilt, die eine grobe Zusammenfassun der in letzter Zeit geschehenen rechten Gewaltaten in Baden-Württemberg, der Geschehnisse bei der Anti-Nazi-Demonstration in Villingen, sowie die Verhinderung der Gegenaktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Heilbronn thematisieren.
Hierdurch soll auf die Notwendigkeit antifaschistischen Engagements in der heutigen Gesellschaft hingewiesen werden.
Immer wieder entwickelten sich interessante Gespräche am Infostand. (mehr…)

Leserbrief zu Berichterstattung über die Demonstration „Keine Stime der NPD“

Nur mit Verwunderung konnte man zur Kenntnis nehmen, was „Südkurier“ und „Südwestpresse“ über die Anti-NPD-Demo in Villingen berichteten. Offensichtlich waren Reporter dieser Zeitungen auf einer anderen Veranstaltung unterwegs. Mit Sicherheit nicht auf der gelungenen, friedlichen Demonstration an der wir teilnahmen. Richtig ist: es wurden 10 Platzverweise von der Polizei erteilt. Allerdings ausnahmslos an Personen des rechten Spektrums. Die Polizei stand während der gesamten Demonstration in Kontakt mit den Organisatoren und Ordnern der Demo und äußerte keine Beschwerden hinsichtlich Provokationen oder Angriffen gegen Polizeibeamte. Bereits vor der Demonstration gab es Provokationen von Rechtsradikalen, die versuchten Demonstranten abzufotografieren. Auch gegen diese wurden von der Polizei Platzverweise ausgesprochen. Zu betonen ist, daß es gegen keinen Teilnehmer der Demonstrationen zu Platzverweisen oder Anzeigen kam. Die Sachbesch&au
mäldigungen am Rande der Demonstration bezogen sich auf 2-3 NPD-Plakate und das massive Polizeigebot wurde von der Presse schlicht erfunden. Sichtbar präsent waren 10-15 Polizeibeamte. Seit langem gab es zum 1.Mal sichtbaren Widerstand gegen Rechts in VS.Leider bleibt bei uns das Gefühl zurück, daß die Presse lieber über Krawalle und action berichtet, anstatt sich an die Fakten zu halten.

Aktionsbündnis gegen Rechts-VS

Pressemitteilung zur Demonstration in Villinge

Zu unserer großen Freude versammelten sich ab 13:00 h rund 400 Menschen am Bahnhof in Villingen um ein entschlossenes Zeichen gegen Rechts zu setzen. Zum Auftakt wurden Begrüßungsreden von der “Linken Aktion VS” und vom “Aktionsbündnis gegen Rechts – VS” gehalten. Der Demonstrationszug bewegte sich zunächst durch die Fußgängerzone und dann hinauf zum Gasthaus Bertholdshöhe. Anschließend ging es wieder zurück zum Latschariplatz wo die Demo endete. Bei der Abschlusskundgebung sprach unter anderem ein Bevollmächtigter der IG-Metall.

Auch in der Fußgängerzone und am Gasthaus Bertholdshöhe wurden Zwischenkundgebungen mit Reden der “Antifaschistischen Linken Freiburg” und des “AK Antifa Mannheim” abgehalten. Vor der Bertholdshöhe wurde das rechte Treiben in dieser Gaststätte mit einem Redebeitrag der “Linken Aktion – VS” thematisiert.

Vor allem in der Innenstadt traf die Demonstration auf reges Interesse bei den Passanten, an die auch reichlich Info-Flugblätter verteilt wurden.

Es ist dem “Aktionsbündnis gegen Rechts – VS” ein Anliegen, zu betonen, dass es sich bei den im Internet hervorgehobenen Sachbeschädigungen lediglich um zwei NPD Plakate handelte. Diese wurden offensichtlich erst in der Nacht zuvor zur Provokation entlang der Demonstrationsroute aufgehängt.

Trotz zahlreicher Provokationen der rechten Szene, insbesondere der wiederholte Versuch der Nazis die Teilnehmer der Demonstration abzufotografieren, verlief die Demonstration friedlich.

Am Abend fanden sich im Jugendhaus Schwenningen noch über 100 Besucher bei einem Konzert unter dem Motto “Antifascist Flavour” ein und ließen den Tag ausklingen. Es spielten die regionalen Bands “Interpret_N” und “Mozarts Scherben”.

Die Kampagne “Keine Stimme der NPD” des “Antifaschistischen Aktionsbündnisses Baden -Württemberg “ wurde so erfolgreich abgeschlossen. Das “Aktionsbündnis gegen Rechts – VS” freut sich über diesen gelungenen Protest und hofft, dass dies erst der Anfang erfolgreichen Engagements gegen die rechten Umtriebe in der Region gewesen ist

Infotische gegen Rechts in Villingen- Schwenningen

Am vergangenen Samstag dem 12.März führten wir das Aktionsbündnis gegen Rechts VS zwei Infotische in Villingen-Schwenningen durch.
Morgens bauten wir unseren Tisch in Schwenningen am Rande des Wochenmaktes auf, am Mittag dann in Villingen mitten in der Fußgängerzone. Insgesamt verteilten wir über 2000 Flugblätter und informierten so und durch zahlreiche persönliche Gespräche über die Umtriebe der NPD sowie der restlichen Naziszene hier vor Ort. Immer wieder entwickelten sich interessante Gespräche mit Passanten und wir bekamen viel positive Resonanz.
Wir werten unsere Infostände als Erfolg. Es werden sicher nicht die letzten von uns gewesen sein.