Archiv für November 2011

Gegen die Veranstaltung mit Sarrazin-Unterstützerin Necla Kelek!

Keine Basis für Rassismus – Gegen Necla Keleks und Thilo Sarrazins rassistische Hetze!

Necla Kelek kommt in der breiten Öffentlichkeit die Rolle einer vermeintlich qualifizierten und unvoreingenommenen Kritikerin des Islam zu, die auf jeden Fall frei von Rassismus sein muss, weil sie selbst sogenannter türkischer Abstammung ist und dazu als Sozialwissenschaftlerin formulierte Kritik vermeintlich wissenschaftlich fundiert und reflektiert.
Dies ist besonders gefährlich flankiert sie doch mit ihrem Ruf rechtspopulistische Hetzer wie Thilo Sarrazin, dessen Buch „Deutschland schafft sich ab“ sie 2010 mit ihm gemeinsam vorstellte. Auch öffentlich erklärt sie sich mit den unwissenschaftlichen und offen rassistischen Thesen Sarrazins einverstanden. Nebenbei bemerkt ist auch die Korrektheit Keleks wissenschaftlicher Arbeit in der Fachwelt sehr umstritten und eine gut vermarktbare familiäre Herkunft qualifiziert noch lange nicht zu einer differenzierten Meinung.
An ihrer Methode der Islamkritik ist vor allem die platte Verallgemeinerung abzulehnen. So spricht sie meist pauschal von „dem Islam“ oder – noch gefährlicher – „den Muslimen“, denen sie pauschal die gleichen Eigenschaften zuschreibt. Damit ignoriert, dass der Islam alles andere als eine homogene Religionsgemeinschaft und der sogenannte „muslimische Kulturkreis“ eine bloße Konstruktion ist.
Wir wollen nicht, dass rassistische und sozialrassistische Standpunkte in der Öffentlichkeit etabliert werden! Wenn Menschen wie Kelek und Sarrazin „die Diskussion um Integration und den Islam in Deutschland nachhaltig [prägen]“ (Bewerbung auf der Webseite der Stadt VS), dann gilt es dies zu skandalisieren und nicht diesen Menschen noch mehr Gehör zu verschaffen!
Sicher muss es eine Religionskritik geben, die auch den Islam miteinbezieht. Diese muss aber wissenschaftlich sein, verallgemeinernde und rassistische Thesen fördern nur die weitere Ausgrenzung von als Muslimen verstandenen Menschen, spielen antisozialer Verwertungslogik und nicht zuletzt auch faschistischer Demagogie in die Hände.
Rassismus keine Basis bieten!